Adventabend an der Alois-Reichenberger-Grund und Mittelschule Kirchroth

Gemeinsame Feier mit den Partnerklassen der Bildungsstätte St. Wolfgang in Straubing

 

In der weihnachtlich dekorierten Sporthalle der Schule begrüßte Schulleiter Richard Binni die zahlreichen Gäste zum ersten gemeinsamen Adventabend mit den Partnerklassen der Mittelschulstufe der Bildungsstätte St. Wolfgang, die seit diesem Schuljahr in Kirchroth eingerichtet ist. Neben dem geistlichen Pater Emilian Senguo folgten  auch die Bürgermeister der Gemeinde Josef Wallner und Stephan Tumat sowie  der Schulleiter der Nachbarschule Parkstetten Thorsten Fuchs und die Rektorin der Bildungsstätte St. Wolfgang Maria Welsch zusammen mit ihrem Schulleitungsteam der Einladung. Mit dem eindrucksvollen Ballett der Nussknacker eröffneten die Kinder der Klasse 3b das Bühnenprogramm, um so dann mit allen Anwesenden gemeinsam das Lied „Im Advent, im Advent“ anzustimmen. Nach den einleitenden Worten des Moderators Leon Heigl aus der 5. Klasse hob Rektor Binni die Besonderheit dieses Adventsabends heraus. Inklusion und Integration von Kindern mit Beeinträchtigung bedeuten an der Kirchrother Schule die Einbeziehung aller Kinder in das Schulleben, ungeachtet ihrer Herkunft oder ihres Leistungsvermögens. Gleichzeitig verwies er auf die Stolpersteine, die es in einer erfolgreichen Zusammenarbeit unterschiedlichster Schülerinnen und Schüler zu überwinden gilt. Längst sind die Brücken zwischen den Lehrkräften und den Kindern geschlagen und der rege Austausch ermöglicht gegenseitiges Verständnis. Wo bei Unwissenden noch Vorurteile im Bereich der Integration  von Menschen mit Beeinträchtigung herrschen, praktiziert die Kirchrother Schulfamilie das christliche Gebot der Nächstenliebe. Dabei geht es auch um Fragen der Gerechtigkeit, die sich gerade in schwierigen Situationen stellen. Um beeinträchtigte Menschen in die Gesellschaft zu integrieren bedarf es der konstruktiven  Einbindung mit klaren Zielen und nicht der Ausgrenzung. Beim heutigen Adventabend, so der Schulleiter, liegt der besondere Sinn in der gemeinsamen Feier, wo jeder nach seinen Fähigkeiten und Kräften seinen Beitrag leistet, damit alle sagen können, „Das Leben ist schön!“. Ebenso ging es auch gleich weiter. Die Klasse 1a präsentierte anschaulich  die Weihnachtsbäckerei unter Leitung von Lehrerin Claudia Biendl. „Unser Stern, der muss Wandern“ lautete der Titel einer musikalischen Weltreise, die die Klassen 5 und MS 2 unter Leitung von Frau Sabine Krause-Horcher und Harald Weigert zum Besten gaben. Julian Kischkel aus der fünften Klasse begleitete seine Mitschüler am Klavier zum Lied „Alle Jahre wieder“. Mit dem Sketch „Der eilige Weihnachtsmann“ offenbarten die Kinder der Klasse 4a unter Leitung von Elke Holmer, dass auch bei einem Heiligen nicht alles immer rund läuft. Mit den Liedern „Fröhliche Weihnacht überall“ und „Es wird scho glei dumpa“ beeindruckten die Schülerinnen Sara Engel, Magdalena Hahn und Emely Witt mit ihren Gitarren sowie Magdalena Groß und Lena Wech mit den Flöten, gesanglich begleitet von ihren Mitschülern der Klasse 4a und Richard Binni am Klavier. Großartig interpretierten die Klassen 5 und MS 3 die Lieder „Little drummer boy“ und „Santa Claus is coming to town“ mit vielfältigen Instrumentarium unter Leitung von Daniel Stahl. Mit dem Lied „Felize Navidad“ brachten die Kinder der dritten Klassen noch weiteren Schwung auf die Bühne und wurden von Jannik Diewald (Kl. 3b), Sabine Krause-Horcher am Saxophon, Daniel Stahl am Bass und Richard Binni am Klavier begleitet. Auf die lebhaften Beiträge folgte im Anschluss das Gedicht „Sternenhimmel“, vorgetragen von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 3a. Bei völliger Dunkelheit in der Sporthalle brachten diese die schlechten Seiten unsers Menschseins zum Ausdruck, welche jedoch alsbald von mit Kerzenlicht leuchtenden Kindern und ihren Weihnachtswünschen erhellt wurden. Dazu passte im Anschluss das Lied „Stille Nacht“, das Florian Kolbinger aus der 5. Klasse mit seinem Akkordeon vortrug.

Die Rektorin der Bildungsstätte Sankt Wolfgang nutzte die Gelegenheit, um sich herzlich für die Aufnahme der beiden Klassen in Kirchroth bei der gesamten Schulfamilie, insbesondere bei den Gemeindevertretern zu bedanken. Sie betonte, dass Integration von Kindern mit Beeinträchtigung immer eine Herausforderung darstellen wird, der wir uns jedoch stets im gemeinsamen Gespräch und gegenseitigen Austausch stellen werden. Mit zwei Schecks über 500 Euro und 250 Euro erfreuten zum Schluss der Elternbereit, vertreten durch Simone Werner, Kerstin Kolbinger und Walter Ring sowie  das „Basarteam Pondorf“, ebenfalls vertreten durch Simone Werner die Offene Ganztagsschule in Kirchroth. Das Geld wird in Spielsachen für den Freizeitbereich investiert.  Nach den abschließenden Dankesworten des Schulleiters, schloss die Klasse 3b mit Ihrem zweiten Teil des „Nussknacker“-Balletts die Bühnenaufführungen. Bei Glühwein und Kinderpunsch sowie Plätzchen und Würstel, die die Elternbeiräte verkauften,  versammelten sich knapp 500 Gäste in der Aula und im Pausenhof, wo zwei Feuerstellen für heimelige Stimmung sorgten.